Geschichte

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Geschichte der Streiks Studierender in Österreich

StudentInnen streiken immer wieder. Seit dem Streik 1987 sind es ähnliche Motive: Einschränkung der Sozialausgaben, der Freiheit der Lehre und Forschung oder Überlastung der Kapazitäten an den Universitäten.

  • Bitte Vorsicht mit der Verwendung des Begriffes "Streik". Ich bin für einen Streik an den Unis, aber das würde heißen, daß KEINE LVs stattfinden (Mit Streikposten und so). Ich bin für einen "Generalstreik", aber das wiederum würde heißen, das alle Österreicher*innen beteiligt / betroffen sind und alles lahmgelegt wird. Wir sind in Österreich, das ist alles ein bisschen schwierig hier. 2003 der "größte Streik seit 50 Jahren" - 1 Tag wenn ich mich erinnere. Seit 2004/05 KEINE Streiks mehr! (Und in Ö sprechen wir von Streikminuten, nicht wie anderswo von Streiktagen)

    • wko.at/statistik/Extranet/Langzeit/lang-streiks.pdf

Würde also von "Protesten" reden, wobei ein Streik am 17.11. sehr zu begrüßen wäre!


Jahr 1987

Der Audimax an der Uni Wien war bis knapp vor Weihnachten besetzt. Es bildeten sich AGs, etwa zum Thema Drittmittelfinanzierung, diese arbeiteten vor allem in dem damals neu bezogenen Gebäude der TU Wien.

Eine Gruppe Studierenden an der Theaterwissenschaft hat eine Dokumentation verfasst und pflichtgemäß Belegexemplare an der Uni- und Nationalbibliothek abgeliefert. Dort sind sie in den Katalogen jedoch nicht auffindbar - ob die Broschüre dort im Giftschrank liegt? Roland war damals dabei und hat sie frisch eingescannt und hier in 5 Teilen [1] online gestellt. UPDATE: Jetzt gibt's das komplette Buch auch in einem (40MB) File zum Download [2].

[img:[3] http://warnviereck.org/unmut/cover.png]]

Jahr 1996

Für den Anfang ein wenig strukturiertes Gedächtnisprotokoll: Im Jahr 1996 wurde die Uni Wien im Sommersemester ca. zwei Monate lang bis nach den Osterferien bestreikt. Auslöser war das Sparpaket 2 der Bundesregierung Vranitzky, das massive Verschlechterungen für Studierende und Überlegungen zu Studiengebühren beinhaltete und die prekäre Studien- und Finanzsituation der Universitäten, allen voran auch der WU. Österreichweit wurde von den Rektoraten abwärts gestreikt, es gab an der Uni Wien eine tägliche Streikzeitung ("Lehrlauf"), das Motto des Widerstands war UniWEHRsität. Der damalige Publizistik Inhouse Report brachte auch eine ständig aktuelle Video-Berichterstattung zum Streik, der über Fernsehmonitore und Hörsaalscreenings gezeigt wurde. Nach den Osterferien ist die Streikbewegung dann auseinandergefallen.

Links dazu:

http://igkultur.at/igkultur/kulturrisse/1251290502/1251368162

bitte ergänzen und Irrtümer korrigieren!

Jahr 2001

Proteste 2000/2001 Im Zuge der Proteste gegen die blau/schwarze Regierung ab 1999 kam es zu einer starken „Widerstandsbewegung“.

Donnerstags-Demos

Erinnert sei hier auch an die „Botschaft der besorgten Bürger*innen“:

Checkpoint Austria

Diese Proteste führten zu Volksbegehren und versandeten letztendlich im Sumpf des Parlamentarismus / der Bürokratie:

2001 Bildungsoffensive und Studiengebühren- Volksbegehren

  • 48.626 Unterstützungserklärungen
  • 173.594 UnterzeichnerInnen
  • 2,98 % der Wahlberechtigten

2002 „Sozialstaat Österreich“

  • 48.212 Unterstützungserklärungen
  • 717.102 UnterzeichnerInnen
  • 12,2 % der Wahlberechtigten


Nachdem dann auf der Uni, wie in der Politik, nichts passierte, was die Situation besser gemacht hätte (im Gegenteil!!), das UG 2002 umgesetzt war und die Studiengebühren nicht abgeschafft wurden, kam es 2004 zu weiteren Protesten (Besetzung des Rektorats etc..), die in der Tortung des Rektors gipfelten:

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Matthias Cremer, Blogger und Hausfotograf des Standard der jüngeren Vergangenheit bildlich festgehalten: Audimax-Besetzung 2000, Demo 2001 sowie Besetzung des Senatssitzungsaals 2004; Audimax-Besetzung April 2002 und auch eine Demo im Februar 2007.